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  • AutorenbildIlaria Morado

Welche GemĂŒse passen zusammen oder: Die Einigkeit im Gartenbeet

Aktualisiert: 8. MĂ€rz

Im Gartenbeet gilt, was auch unter Menschen gilt: Gewisse Pflanzen vertragen sich besser als andere. Die Frage “welche GemĂŒse passen zusammen” ist beim GĂ€rtnern alles andere als nebensĂ€chlich. FĂŒr robuste Pflanzen und ĂŒppige ErtrĂ€ge ist die Symbiose zwischen den Kulturen im Garten oder auf dem Balkon ausschlaggebend. Denn Pflanzen sind nicht gleich Pflanzen. Sie haben verschiedene Merkmale und Eigenschaften und benötigen auch unterschiedliche NĂ€hrstoffe. Im Naturgarten kann man sich diese Tatsache zu Nutze machen und so im Einklang mit der Natur gĂ€rtnern.


Eine Frage so alt wie der Ackerbau: Welche Pflanzen zusammen anbauen?

Das Prinzip bzw. die Frage “welche GemĂŒse passen zusammen?” heisst im Gartenjargon Mischkultur. Das Gegenteil davon ist die Reinkultur oder die Monokultur. Diese bezeichnet den einseitigen und dichten Anbau einer Nutzpflanze auf derselben FlĂ€che, meist ĂŒber mehrere Jahre hintereinander. Eine Reinkultur ist heute in der konventionellen Landwirtschaft die Regel. Sie bietet zweifelsfrei Vorteile, etwa in einer leichten Pflege und raschen Ernte. Die Überlegung, welche Pflanzen man zusammen anbauen könnte, wird allerdings zu Gunsten der Effizienz ausgeklammert. FĂŒr das ökologische Gleichgewicht sorgen dann nicht Pflanzen bzw. die Natur selbst, sondern der Mensch durch sein Zutun. Eine Monokultur macht Pflanzen anfĂ€lliger fĂŒr SchĂ€dlinge und Krankheiten und laugt den Boden aus. Dieser muss wiederum stĂ€rker gedĂŒngt werden; ein Teufelskreis, welcher auch im Kleingarten anzutreffen ist. Deshalb ist auch fĂŒr HobbygĂ€rtnerInnen interessant zu wissen: Welche GemĂŒse passen zusammen?


Die Mischkultur ist eine vom Menschen auf langjĂ€hriger Erfahrung und Beobachtung begrĂŒndete Anbaumethode. Auf derselben FlĂ€che werden unterschiedliche Kulturen, die sich gegenseitig begĂŒnstigen, nebeneinander gesetzt. Gewisse Formen von Mischkultur reichen weit zurĂŒck in der Geschichte. So haben beispielsweise schon die Mayas von Pflanzensymbiosen profitiert. Mit dem Trio Bohnen, Mais und KĂŒrbis haben sie ein Anbausystem geschaffen, das bis heute als Mipa bekannt ist und in jedem Nutzgarten funktioniert. Diese GemĂŒsesorten sind von Natur aus perfekt abgestimmt: Die hohen Maispflanzen dienen den Bohnen als Rankhilfe und StĂŒtze. Bohnen geben wiederum ihren Nachbarspflanzen den fĂŒr ihr gutes Gedeihen nötigen Stickstoff ab. Der KĂŒrbis breitet sich dem Boden entlang aus und deckt, dank den grossen BlĂ€ttern, den Boden ab und schĂŒtzt ihn vor Feuchtigkeitsverlust. So wachsen in einer Kulturperiode auf derselben FlĂ€che gleich drei GemĂŒsesorten heran.


In KleingĂ€rten, wo die FlĂ€che knapp ist, besonders auch beim “Urban Gardening”, ist die Mischkultur also schon alleine aus taktischen GrĂŒnden interessant. Denn Pflanzen sollten auf wenig FlĂ€che nicht noch um NĂ€hrstoffe und Licht konkurrieren mĂŒssen. Bei der Mischkultur geht es also im Wesentlichen darum, dass sich Pflanzen:

  • ideal ergĂ€nzen,

  • den Platz mehrdimensional optimal ausschöpfen und

  • gegenseitig im Wachstum begĂŒnstigen.

Beim Naturgarten anlegen ist auch wegen der BiodiversitĂ€t die Überlegung relevant, welche GemĂŒse zusammen passen, denn eine Mischkultur sorgt fĂŒr das ökologische Gleichgewicht im naturnahen Garten.


Die Vorteile von Pflanzensymbiosen nutzen

Es gibt gute GrĂŒnde, sich vor dem Anbau zu fragen “welche GemĂŒse passen zusammen?”, denn die Vorteile von Pflanzensymbiosen sind gross.

Die Mischkultur:

  • lĂ€sst Pflanzen und Kulturen widerstandsfĂ€hig gedeihen

  • minimiert den Pflegeaufwand

  • spart Pflanzenschutzmittel

  • beugt BodenmĂŒdigkeit vor

  • sorgt fĂŒr einen guten NĂ€hrstoffkreislauf

  • bewahrt das natĂŒrliche Gleichgewicht im Garten

  • fördert die BiodiversitĂ€t


Ein Planer, der die Mischkultur prĂŒft

Pflanzen-Steckbrief coaduno App: Hinweis zur Mischkultur
Pflanzen-Steckbrief coaduno App: Hinweis zur Mischkultur

Die Mischkultur setzt etwas Gartenplanung und Pflanzenkenntnisse voraus. Die Garten-App coaduno unterstĂŒtzt euch beim GĂ€rtnern auch in der Frage nach den Pflanzensymbiosen. Jede Pflanze in der App hat nĂ€mlich einen Steckbrief mit einem Hinweis, welche Pflanzen man zusammen anbauen kann. Dabei erfĂ€hrt der User auf einen Klick, welche GemĂŒse passen zusammen und sind gute Nachbarn?


Planer coaduno App: prĂŒft die Mischkultur automatisch
Planer coaduno App: prĂŒft die Mischkultur automatisch

Der Planer als Teilfunktion der Garten-App coaduno ist bei der Umsetzung der Mischkultur zudem besonders hilfreich. Er prĂŒft im virtuellen Beet automatisch, ob diese eingehalten ist. Beim Zeichnen des Beets wird ein Pflanzenkonflikt mit einem Ausrufezeichen und dem entsprechenden Hinweis signalisiert. So kann man noch vor dem Auspflanzen im eigenen Garten oder Balkongarten schlechte Nachbarschaften vermeiden. Zudem merkt sich die App, wo ihr welches GemĂŒse ĂŒber die Jahre gepflanzt habt und unterstĂŒtzt euch damit bei der Fruchtfolge und beim Fruchtwechsel. Eine Pflanzenfamilie sollte nĂ€mlich nur alle vier Jahre ins gleiche Beet gesetzt werden. Kompliziert? Lasst es die coaduno Garten-App fĂŒr euch machen.


Als Faustregel fĂŒr gute Nachbarschaften gilt:

  • Pflanzen der gleichen Pflanzenfamilie (z.B. alle NachtschattengewĂ€chse wie z.B. Tomaten und Kartoffeln) nie zusammen ins Beet setzen.

  • generell Flachwurzler (Salat, Radieschen, Lauch) zusammen mit Tiefwurzlern (Karotte, Paprika, Blumenkohl) mischen.

  • LĂŒcken zwischen den Reihen mit schnell wachsendem GemĂŒse wie Radieschen oder Schnittsalat fĂŒllen, oder noch besser auf «clevere Helfer» wie Kapuzinerkresse oder Tagetes setzen!

Diese Hinweise — zusammen mit der Garten-App coaduno — helfen, gesunde Kulturen zu ziehen, eine reiche Ernte einzufahren, und sorgen fĂŒr stolze und glĂŒckliche GĂ€rtner*innen.


Happy gardening!

Ilaria

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